An-/Vorauszahlung vor dem 30.06.2020 - Leistung nach dem 30.06. und vor dem 31.12.2020
 

An- oder Vorauszahlungen liegen vor, wenn die Leistung insgesamt geschuldet und nur das Entgelt in Teilen angefordert wird.

Nach dem Entwurf des BMF-Schreibens sind in Rechnungen über diese An- und Vorauszahlungen die neu-en Steuersätze anzugeben, auch wenn die Teilbeträge vor dem 01.07.2020 vereinnahmt werden. Wurde die Steuer bereits mit 19% ausgewiesen, wird die Leistung aber zwischen dem 01.07 und 31.12.2020 erbracht, unterliegt der Umsatz insgesamt den neuen Steuersätzen (§ 27 Abs. 1 Satz 2 UStG). Die Steuerberechnung ist erst in dem VAZ zu berichtigen, in dem die Leistung ausgeführt ist (§ 27 Abs. 1 Satz 3 UStG). Der Steuerausweis mit 19% in der Anzahlungsrechnung muss nicht berichtigt werden, wenn in der Schlussrechnung der Umsatz mit dem neuen Steuersatz abgerechnet wird. Die Korrektur des Steuerbetrags ist mit einem Negativbetrag in der USt-VA in den Zeilen 26 und 27 (Kz. 81 und 86) und in der USt-Jahreserklärung in den Zeilen 38 und 41 (Kz. 177 und 275) vorzunehmen. Ein Eintrag in Zeile 62 (Kz. 65) in der USt-VA bzw. Zeile 58 (Kz. 319) in der USt-Jahreserklärung (Nachsteuer) ist nicht erforderlich. 

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