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Was bedeutet Reverse-Charge-Verfahren?

Gemeint ist damit die Umkehr der Steuerschuldnerschaft, die in § 13b UStG geregelt ist.

Schuldner der Umsatzsteuer ist grundsätzlich der Unternehmer, der einen Umsatz ausführt.
In bestimmten Fällen verlagert sich jedoch die Steuerschuldnerschaft vom ausführenden Unternehmer auf den Leistungsempfänger. Dies wird als „Umkehr der Steuerschuldnerschaft“ oder „Reverse-Charge-Verfahren“ bezeichnet.

In den Anwendungsbereich der Umkehr der Steuerschuldnerschaft fallen die in § 13b UStG genannten Tatbestände. Bezieht beispielsweise ein Unternehmer von einem ausländischen Unternehmer eine Werklieferung oder sonstige Leistung, die im Inland der Umsatzsteuer unterliegt, wird er an Stelle des ausländischen Unternehmers Steuerschuldner. Das Gleiche gilt, wenn ein Bauunternehmer von einem anderen inländischen Bauunternehmer Bauleistungen bezieht. Auch bei der Lieferung von bestimmten Gegenständen (zum Beispiel Schrott oder Metalle) an einen anderen Unternehmer wird der Leistungsempfänger zum Steuerschuldner.

Auch Kleinunternehmer bzw. Unternehmer, die ausschließlich steuerfreie Umsätze tätigen,

können als Leistungsempfänger Steuerschuldner nach § 13b UStG sein.

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