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Was ist eine Pflichtveranlagung?

Ist eine Pflichtveranlagung durchzuführen, so ist der Arbeitnehmer gesetzlich verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Eine Pflichtveranlagung wird beispielsweise durchgeführt, wenn

  • der Arbeitnehmer steuerfreie, aber dem Progressionsvorbehalt unterliegende Entgelt-/ Lohnersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Elterngeld), Aufstockungsbeträge bei Altersteilzeit oder positive ausländische Einkünfte von mehr als 410 Euro bezogen hat,
  • der Arbeitnehmer oder sein Ehegatte neben seinem Arbeitslohn noch andere Einkünfte (z.B. Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) hat, deren positive Summe mehr als 410 Euro beträgt; Renten sind bei der Ermittlung der Einkünfte nur mit dem steuerpflichtigen Anteil und nach Abzug eines Werbungskosten-Pauschbetrags von insgesamt 102 Euro steuerlich zu erfassen,
  • der Arbeitnehmer nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn bezogen hat,
  • bei zusammenveranlagten Arbeitnehmer-Ehegatten der Arbeitslohn eines Ehegatten nach der Steuerklasse V oder VI besteuert oder bei Steuerklasse IV der Faktor eingetragen worden ist,
  • für den Arbeitnehmer ein Freibetrag (ausgenommen: Pauschbetrag für Behinderte oder für Hinterbliebene) ermittelt und gespeichert wurde und der im Kalenderjahr insgesamt erzielte Arbeitslohn 11.400 Euro (2019: 11.600 Euro) oder bei Ehegatten, die die Voraussetzungen für die Zusammenveranlagung erfüllen, insgesamt erzielte Arbeitslohn 21.650 Euro (2019: 22.050 Euro) übersteigt.

Die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung ist grundsätzlich der 31. Juli des Folgejahres; diese Frist kann aber auf Antrag verlängert werden.

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