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Welche Aufwendungen kann ich als außergewöhnliche Belastung geltend machen?

Als außergewöhnliche Belastungen sind Aufwendungen abziehbar, die Ihnen zwangsläufig (aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen) erwachsen. Außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art (z.B. Krankheitskosten) werden berücksichtigt, soweit sie Ihre die zumutbare Eigenbelastung der (nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte und Familienstand gestaffelt) übersteigen.

Aufwendungen, die nicht um eine zumutbare Eigenbelastung gekürzt werden, sind:

  • Aufwendungen für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung Ihnen oder Ihrem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person, für die weder Sie noch eine andere Person Anspruch auf einen Freibetrag für Kinder oder auf Kindergeld hat. Abziehbar sind Aufwendungen bis zu 8.820 Euro jährlich. Der Höchstbetrag erhöht sich um den Betrag, den Sie für die Basiskranken- und Pflegeversicherung der unterstützten Person aufwenden. Voraussetzung dafür ist, dass die unterstützte Person Versicherungsnehmer und versicherte Person ist und die Versicherungsbeiträge aus den Unterhaltsleistungen bestritten werden. Der gesetzlich unterhaltsberechtigten Person gleichgestellt ist eine Person, wenn bei ihr zum Unterhalt bestimmte inländische öffentliche Mittel mit Rücksicht auf die Unterhaltsleistungen gekürzt werden. Auf den Betrag von 8.820 Euro sind eigene Einkünfte und grundsätzlich eigene Bezüge der unterhaltenen Person anzurechnen, soweit sie insgesamt 624 Euro übersteigen. Ferner werden die von der unterhaltenen Person als Ausbildungshilfe aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen, die hierfür öffentliche Mittel erhalten, bezogenen Zuschüsse verrechnet.
  • Aufwendungen zur Abgeltung des Sonderbedarfs eines sich in Berufsausbildung befindenden, auswärtig untergebrachten volljährigen Kindes, für das Anspruch auf einen Freibetrag für Kinder oder Kindergeld besteht, in Höhe von bis zu 924 Euro jährlich.
  • Behinderte Menschen können Pauschbeträge - je nach dem Umfang und der Art der Behinderung 310 Euro bis 3.700 Euro jährlich - in Anspruch nehmen. Werden höhere Aufwendungen nachgewiesen, die unmittelbar infolge der Behinderung erwachsen, können diese anstatt des Behinderten-Pauschbetrags als außergewöhnliche Belastung unter Berücksichtigung der zumutbaren Eigenbelastung geltend gemacht werden.
  • Bestimmte Hinterbliebene erhalten auf Antrag einen Pauschbetrag von 370 Euro jährlich.
  • Bei persönlicher Pflege eines nicht nur vorübergehend hilflosen Angehörigen in Ihrer oder in der Wohnung des hilflosen Menschen, erhalten Sie einen Pflegepauschbetrag von 924 Euro jährlich, wenn Sie dafür keine Einnahmen erhalten. Das Pflegegeld, das Eltern für die Pflege des eigenen behinderten Kindes gezahlt wird, zählt nicht zu den Einnahmen.

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