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Wie hoch ist die Einkommensteuer?

Der Einkommensteuertarif, aus dem die Lohnsteuertabellen unter Berücksichtigung der für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geltenden Freibeträge und Pauschbeträge abgeleitet werden, ist das Kernstück des Einkommensteuergesetzes. Nach ihm richtet sich grundsätzlich die von der Steuerbürgerin und vom Steuerbürger aus seinem Einkommen zu tragende Einkommensteuer (Lohnsteuer). Der Aufbau des Einkommensteuertarifs wird wesentlich dadurch bestimmt, dass die Steuerbelastung sowohl dem Finanzbedarf des Staates als auch - unter dem Gesichtspunkt der steuerlichen Gerechtigkeit und aus sozialen Gründen - der Leistungsfähigkeit der Steuerbürgerin und des Steuerbürgers angepasst sein muss.

Er ist wie folgt gestaltet:

  • Von dem zu versteuernden Einkommen bleibt ein Grundfreibetrag steuerfrei; er beträgt im Jahr 2017 8.820/17.640 Euro (Ledige/Verheiratete).
  • Für das über dem Grundfreibetrag liegende zu versteuernde Einkommen beträgt der Steuersatz von 14 % bei einem zu versteuernden Einkommen von 8.821/17.642 Euro (Eingangssteuersatz), bis zu 45 % Prozent (Spitzensteuersatz) bei einem zu versteuernden Einkommen ab 256.304/512.608 Euro (Ledige/Verheiratete).
  • Bei außerordentlichen Einkünften können zur Vermeidung von Härten, die sich infolge der Tarifprogression ergeben können, Tarifvergünstigungen in Anspruch genommen werden. Hierfür kommen insbesondere Einkünfte in Betracht, die einmalig zufließen (z.B. Entschädigungsleistungen, Arbeitnehmerabfindungen, Ausgleichszahlungen an selbständige Handels- und Versicherungsvertreter, betriebliche Veräußerungsgewinne sowie bestimmte Einkünfte aus einer mehrjährigen Tätigkeit). Die Tarifvergünstigung ergibt sich dadurch, dass die begünstigungsfähigen außerordentlichen Einkünfte durch fünf geteilt werden und die dann hierauf entfallende Steuer mit fünf multipliziert wird.

Bei Betriebsveräußerungs- oder Betriebsaufgabevorgängen kann alternativ dazu einmal im Leben die Anwendung eines ermäßigten Steuersatzes in Höhe von 56 Prozent des halben durchschnittlichen Steuersatzes auf den darauf entfallenden Gewinn beantragt werden, wenn

  • der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet hat oder
  • der Steuerpflichtige im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunfähig ist und
  • soweit der Gewinn 5 Mio. Euro nicht übersteigt.

In diesen Fällen ist jedoch mindestens der Eingangssteuersatz (derzeit 14 Prozent) anzusetzen.

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