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In welchem Zeitraum kann die Einkommensteuererklärung abgegeben werden?

Wenn Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, müssen Sie Ihre Einkommensteuererklärung bis zum 31. Mai des Folgejahres abgeben. Möchten Sie Ihre Einkommensteuererklärung 2017 elektronisch einreichen, verlängert sich in Baden-Württemberg die Abgabefrist bis zum 31.07.2018. Erstmals für die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2018 und die Folgejahre verschiebt sich die Abgabefrist um zwei Monate nach hinten, auf den 31. Juli des Folgejahres. Wird Ihre Einkommensteuererklärung durch einen Angehörigen der steuerberatenden Berufe angefertigt, gilt eine allgemein verlängerte Frist bis zum 31. Dezember des Folgejahres.

Personen, die nicht Arbeitnehmer sind, werden mit ihren steuerpflichtigen Einkünften zur Einkommensteuer veranlagt und haben deshalb grundsätzlich eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind hingegen nur in bestimmten Fällen zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, z.B. wenn:

  • die Einkünfte, von denen keine Lohnsteuer einbehalten worden ist, mehr als 410 € betragen;
  • der Arbeitnehmer bestimmte Lohnersatzleistungen von mehr als 410 € bezogen hat (z.B. Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld);
  • ein Arbeitnehmer von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig Arbeitslohn bezogen hat;
  • beide Ehegatten/Lebenspartner Arbeitslohn bezogen haben und einer von ihnen für das Kalenderjahr oder einen Teil des Kalenderjahres nach der Steuerklasse V oder VI besteuert oder bei Steuerklasse IV der Faktor eingetragen worden ist;
  • das Finanzamt einen Freibetrag (ausgenommen Pauschbetrag für Behinderte oder für Hinterbliebene) in der ELStAM (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) - Datenbank und gegebenenfalls auf der Lohnersatzbescheinigung eingetragen hat und der im Kalenderjahr insgesamt erzielte Arbeitslohn 11.000 Euro (2018: 11.200 Euro) oder bei Ehegatten/Lebenspartnern, die die Voraussetzungen für die Zusammenveranlagung erfüllen, der insgesamt erzielte Arbeitslohn 20.900 Euro (2018: 21.250 Euro) übersteigt;
  • beim Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber Entschädigungen oder Arbeitslohn für mehrere Jahre ermäßigt besteuert worden sind.

Sind Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung nicht verpflichtet, möchten aber die Einkommensteuerveranlagung zwecks Rückerstattung zuviel erhobener Steuerabzugsbeträge (z.B. Lohnsteuer) beantragen (Antragsveranlagung), müssen Sie die Einkommensteuererklärung bis zum 31. Dezember des vierten Kalenderjahres, das auf das Veranlagungsjahr folgt, abgeben (z.B. für das Jahr 2016 bis 31.12.2020, für das Jahr 2017 bis 31.12.2021).

Hinweis

Weitere Hinweise zur Pflicht- und Antragsveranlagung können Sie dem "Lohnsteuerfibel 2018" entnehmen.

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